Topographie
Der Harz streicht (verläuft) von Nordwest nach Südost. Die Kräfte, die den Harz gefaltet
haben, wirkten in Streichrichtung so daß die Faltung (damit auch die Zertalung) von Südwest
nach Nordost verläuft, also senkrecht zur Längsausdehnung des Harzes. Dadurch fehlt dem Harz
ein Gebirgskamm. Die Straßen, die den Harz von alters her queren, verlaufen in Richtung der
Faltung.
Für die Trassenführung unseres West-Ost verlaufenden Stieges ist deshalb ein Trick angewandt
worden. Auf dem Rücken des Oberharzer Diabaszuges wird die Clausthaler Hochfläche erreicht.
Über sieben Wasserscheiden geht es dann auf das Granitmassiv des Brockens. Für den Abstieg
nach Thale folgt der Stieg dem imposanten Tal der Bode bzw. der ihrer Nebenflüsse. Hier ist
anzumerken, daß das Bodetal zwischen Treseburg und Thale - im Bereich des Bodekessels - bis 1863
unpassierbar war! Der Harzer-Hexen-Stieg bietet also den
Kontrast, zur Hälfte einem Bachtal zu folgen und zur anderen Hälfte über die Höhen der
Wasserscheiden zu geleiten. Den Wechsel markiert der Brocken.
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